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Hallo Abonnent,
Anerkennung: So zeigst du sie richtig – und lernst, sie selbst endlich anzunehmen:

Letzte Woche hat mir jemand ein Kompliment gemacht.
So richtig ehrlich, herzlich, unerwartet.
Weißt du, was ich geantwortet hab?

„Ach, das war doch nix.“
Ich weiß.

Anerkennung – schenken ist leicht. Annehmen? Nicht so sehr.

Wir alle sehnen uns nach Anerkennung.
Nach dem Gefühl: Ich werde gesehen. Ich bin wichtig. Ich mache einen Unterschied.

Und doch:

Wenn sie kommt, weichen wir oft zurück.
„War doch selbstverständlich.“
„Das hätte jeder gekonnt.“
„Ich hab doch nur...“
Warum fällt es uns so schwer, etwas Schönes einfach stehen zu lassen?

Was passiert, wenn du jemanden ehrlich siehst

Vor ein paar Monaten schrieb mir ein Teilnehmer nach einem Seminar:
„Martin, das, was du da gemacht hast, hat in mir etwas sortiert. Danke für deine klare, warme Art.“

Ich war berührt. Nicht, weil es mein Ego gestreichelt hat –
sondern weil ich spürte: Da hat jemand wirklich hingeschaut.

Und das ist der Kern von Anerkennung:
➡ Nicht „loben“.
➡ Nicht „nett sein“.
➡ Sondern wirklich sehen, was jemand tut, ist, trägt.

Warum echtes Anerkennen Mut braucht

Jemandem aufrichtig zu sagen:
„Ich sehe, wie viel du gibst – und das berührt mich“
… ist verletzlich.
Du öffnest dich.
Du verlässt den sicheren Smalltalk.
Du riskierst, dass dein Gegenüber es vielleicht nicht nehmen kann.
Aber weißt du was?
Es lohnt sich jedes Mal.
Denn in einer Welt voller „gut gemacht“-Stempel wirkt echte Anerkennung wie Vitamin D für die Seele.

Und wie nimmst du sie selbst an?

Ganz einfach (und gleichzeitig richtig schwer):
➡ Hör auf, sie zu relativieren.
➡ Sag nicht: „Ach, das war nichts.“
➡ Sag lieber: „Danke. Das freut mich sehr.“
Fertig.
Du musst nichts zurückgeben.
Du darfst einfach empfangen.

Drei Impulse für dich heute:

  1. Sag heute einer Person etwas, das du wirklich an ihr schätzt.
    Ohne Anlass. Ohne Schleife. Einfach echt.
  2. Wenn du ein Kompliment bekommst – sag nur: „Danke.“
    Nichts weiter. Spür mal, wie sich das anfühlt.
  3. Frag dich: Wo würdest du dir mehr Anerkennung wünschen – und wem müsstest du das sagen?
    Manchmal beginnt sie da, wo wir lernen, uns selbst zuzumuten.
Fazit:
Anerkennung ist kein Bonus.
Sie ist Verbindung.
Und wir brauchen sie – als Schenkende und Empfangende.
Also: Zeig heute, dass du siehst.
Und wenn du gesehen wirst – bleib stehen. Atme. Und nimm’s an.
Du darfst das.
Bleib bewusst, bleib bei dir.
Bis nächste Woche

Martin Mager