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Hallo Abonnent,

"Ich mach das später..."

Kennen Du diesen Satz?
Vielleicht heute schon gedacht? Oder gestern?

Die Wahrheit ist:

Aufschieben ist kein Charakterfehler.
Es ist ein Schutzmechanismus.
Und genau darin liegt auch der Schlüssel zur Lösung.

Warum wir aufschieben – und was wirklich dahintersteckt

Aufschieben (Prokrastination) passiert meist dann, wenn:
  • die Aufgabe zu groß erscheint
  • die nächsten Schritte nicht klar sind
  • unbewusste Ängste im Spiel sind (z. B. „Was, wenn ich scheitere?“)
  • Perfektionismus regiert („Ich fange an, wenn ich mehr Zeit / mehr Ruhe / mehr Wissen habe …“)
Die Lösung beginnt damit, ehrlich hinzusehen, ohne sich selbst zu verurteilen.

Der erste Schritt ist (fast immer) klein


„Fang einfach an!“ – sagen viele.
Aber: Wer aufschiebt, hat genau damit ein Problem.

Deshalb:

Nicht anfangen. Sondern vorbereiten.

Statt „Ich erledige die Steuer heute“, sagen Sie:

„Ich suche heute nur die Unterlagen raus.“

Statt „Ich schreibe den ganzen Bericht“, sagen Sie:

„Ich öffne heute nur das Dokument und schreibe eine Überschrift.“

Warum das funktioniert?

Weil der Widerstand vor der Aufgabe oft größer ist als die Aufgabe selbst.

Die 3-Minuten-Regel

Wenn der innere Widerstand groß ist, hilft:

Drei Minuten. Nicht mehr.

Stellen Sie sich einen Timer und starten Sie mit dem kleinsten möglichen Schritt – ohne Anspruch auf Fertigwerden.

Beispiel:
  • Drei Minuten lang Schreibtisch aufräumen
  • Drei Minuten an der Präsentation arbeiten
  • Drei Minuten lang das Gespräch mit dem Kunden vorbereiten
Was danach passiert, ist faszinierend:

In den meisten Fällen machen wir freiwillig weiter.
Weil der Einstieg geschafft ist – und der Druck weicht.

Was Ihnen wirklich hilft: Klarheit + Struktur

Stellen Sie sich am Tagesbeginn diese Fragen:
  1. Was ist das eine Ding, das heute wirklich zählt?
  2. Was ist der kleinste machbare Schritt, um damit anzufangen?
  3. Wann genau tue ich das – und wie lange?
Notieren Sie sich das kurz auf Papier – am besten sichtbar.

Keine App. Kein Tool. Kein Planungs-Monster.
Nur ein klarer, realistischer Startpunkt.

Aufschieben hat einen Sinn – und braucht einen Gegenspieler


Wer aufschiebt, will sich schützen – vor Bewertung, vor Misserfolg, vor Stress.

Der Gegenspieler ist nicht „Disziplin“ –
sondern:
Selbstfürsorge
Verständnis für den eigenen Rhythmus
Ein klares Warum

Fragen Sie sich:
Warum will ich das überhaupt tun?
Wem oder was dient es – langfristig?

Ihr nächster Schritt

Heute – nicht morgen
  1. Wählen Sie eine Aufgabe, die Sie zuletzt aufgeschoben haben.
  2. Formulieren Sie den kleinstmöglichen Startschritt.
  3. Stellen Sie einen Timer auf 3 Minuten.
  4. Starten Sie.
  5. Wenn’s läuft: Weitermachen. Wenn nicht: Aufhören ist erlaubt.
Denn was zählt, ist:
Sie haben angefangen.

Zum Mitnehmen

Aufschieben ist keine Schwäche – es ist ein Signal.
Die Tür zur Veränderung steht immer offen.
Der Anfang liegt im Tun. Nicht im Denken.




Bleib bewusst, bleib bei dir.
Bis nächste Woche.

Martin Mager